Druckverfahren · Ratgeber 2026
T-Shirt Druckverfahren im Vergleich: Welches passt zu dir?
DTF, DTG, Siebdruck, Flexfolie, Sublimation oder Stickerei: Jedes Verfahren hat seine Stärken, aber nicht jedes passt zu deiner Menge, deinem Motiv und deinem Shirt. Wir vergleichen alle sechs nach Stückzahl, Stoff und Haltbarkeit und sagen dir, was sich für Verein, JGA, Firma oder Einzelstück lohnt.
Welches T-Shirt-Druckverfahren passt, hängt vor allem von der Menge ab. Für 1 bis ca. 30 Stück sind DTF-Transfers (viele Farben, fast jeder Stoff) oder Plotterfolie (Namen, 1 bis 2 Farben) am praktischsten. Für Fotos auf Einzelstücken ist DTG auf 100 % Baumwolle ideal. Ab ca. 30 bis 50 Stück mit 1 bis 4 Farben lohnt sich Siebdruck, weil sich die Siebkosten verteilen. Sublimation funktioniert nur auf hellem Polyester, Stickerei eignet sich für Logos auf Polos und Hoodies.
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Für T-Shirts sind sechs Verfahren verbreitet. Sie unterscheiden sich darin, wie die Farbe auf den Stoff kommt, und daraus ergibt sich fast alles andere: Mindestmenge, Kosten pro Stück, Haltbarkeit und welcher Stoff funktioniert.
- Plotterfolie (Flex/Flock): Ein Schneideplotter wie Cricut, Silhouette oder Brother ScanNCut schneidet das Motiv aus farbiger Folie. Du entfernst die überschüssige Folie und presst den Rest mit Transferpresse oder Bügeleisen auf, meist bei ca. 150 bis 160 °C für 10 bis 15 Sekunden. Flex ist glatt, Flock samtig.
- DTF-Transfer (Direct to Film): Das Motiv wird auf eine Folie gedruckt, mit Klebepulver beschichtet und aufgepresst. Fertige Transfers kannst du bestellen und zu Hause mit einer Transferpresse bei ca. 150 bis 165 °C aufbringen. Maßgeblich ist immer die Anleitung des Transfer-Herstellers.
- DTG (Direct to Garment): Ein Textildrucker bringt die Tinte direkt in die Faser, ähnlich wie ein Tintenstrahldrucker. Dunkle Shirts brauchen vorher eine Vorbehandlung.
- Siebdruck: Für jede Farbe wird ein eigenes Sieb angefertigt, durch das die Farbe auf das Shirt gedrückt wird. Das Einrichten kostet, jeder weitere Druck ist dann günstig.
- Sublimation: Spezielle Tinte wird durch Hitze gasförmig und verbindet sich mit Polyesterfasern. Das klappt nur auf hellem Stoff mit hohem Polyesteranteil.
- Stickerei: Das Motiv wird mit Garn gestickt. Vorher muss die Grafik in eine Stickdatei umgewandelt werden (Punchen), das kostet einmalig.
DTF oder Siebdruck: Was ist der Unterschied?
Beide liefern kräftige Farben und halten viele Wäschen, aber sie rechnen sich bei unterschiedlichen Mengen. Siebdruck hat pro Farbe Einrichtungskosten. Bei 10 Shirts mit vierfarbigem Logo zahlst du diese Kosten viermal, verteilt auf wenige Stück. Bei 200 Shirts fallen sie kaum noch ins Gewicht.
DTF hat praktisch keine Einrichtung. Jedes Motiv wird digital gedruckt, egal ob eine oder zwanzig Farben, Verlauf oder Foto. Deshalb geht DTF ab 1 Stück und ist bei kleinen bis mittleren Mengen oft günstiger. Dafür liegt der Transfer als dünne Schicht auf dem Stoff, was sich bei großen Flächen etwas steifer anfühlen kann.
Faustregel: Unter ca. 30 Stück oder bei vielen Farben DTF, ab ca. 30 bis 50 Stück mit 1 bis 4 Volltonfarben Siebdruck.
Und was unterscheidet Siebdruck und DTG?
DTG ist das digitale Gegenstück: kein Sieb, keine Einrichtung, dafür höhere Kosten pro Stück. DTG spielt seine Stärke bei Fotos, feinen Verläufen und Einzelstücken aus, am besten auf 100 % Baumwolle. Siebdruck ist bei großen Serien mit wenigen Farben günstiger und robuster.
Egal welches Verfahren: Der Rohling ist die Basis. Fruit of the Loom T-Shirts gibt es bei Marmalade Co. für 6,95 €, ab 5 Stück für 6,26 €, ohne Mindestmenge.
T-Shirt-Rohlinge ansehen →Welches Druckverfahren lohnt sich ab welcher Stückzahl?
Die Tabelle fasst die wichtigsten Punkte zusammen. Die Stückzahlen sind Richtwerte, jede Druckerei kalkuliert etwas anders.
| Verfahren | Lohnt sich ab | Stoff | Motiv | Haltbarkeit | Typisch für |
|---|---|---|---|---|---|
| Plotterfolie (Flex/Flock) | 1 Stück | Baumwolle, Polyester, Mischgewebe (je nach Folie) | Namen, Nummern, 1 bis 2 Farben | gut, bei richtigem Pressen | Verein, JGA, Rückennummern |
| DTF-Transfer | 1 Stück | Baumwolle, Polyester, Mischgewebe | viele Farben, Fotos, feine Details | gut, bei richtiger Pflege | JGA, kleine Firmenserien, Merch-Testauflage |
| DTG | 1 Stück | am besten 100 % Baumwolle | Fotos, Verläufe | gut, etwas empfindlicher als Siebdruck | Einzelstück, Geschenk, Print on Demand |
| Siebdruck | ca. 30 bis 50 Stück | Baumwolle, Mischgewebe | 1 bis 4 Volltonfarben | sehr hoch | Firma, Band-Merch, Events |
| Sublimation | 1 Stück | nur heller Stoff mit hohem Polyesteranteil | Fotos, auch vollflächig | sehr hoch | Sport- und Laufshirts |
| Stickerei | eher Serien (Punchen einmalig) | fester Stoff: Polo, Sweatshirt, Hoodie, Cap | kleine Logos, keine großen Flächen | sehr hoch | Firmenkleidung, Vereinspolos |
Welches Verfahren für welchen Zweck?
- Vereinsshirts: Das Grundmotiv bei größerer Menge im Siebdruck oder als DTF, Namen und Rückennummern per Flexfolie. Beides lässt sich gut kombinieren.
- JGA oder Geburtstag (5 bis 20 Shirts): DTF-Transfers oder Plotterfolie. Beides geht ab 1 Stück, und jedes Shirt kann einen eigenen Namen bekommen. Ideen findest du bei den Gruppen-Shirts.
- Firmenshirts: Ab ca. 30 bis 50 Stück mit einfachem Logo Siebdruck. Auf Polos und Hoodies wirkt Stickerei hochwertiger.
- Merch für Band, Podcast oder Shop: Eine kleine Testauflage mit DTF, bei gutem Absatz später Siebdruck.
- Einzelstück oder Fotogeschenk: DTG in der Druckerei oder ein DTF-Transfer zum Selbstpressen.
- Sport- oder Laufshirt aus Polyester: Sublimation, wenn das Shirt hell ist und viel Polyester enthält.
Du willst selbst drucken? Für Plotterfolie und DTF reicht eine Transferpresse, für Folie zur Not auch ein Bügeleisen. Wie das Schritt für Schritt geht, steht in T-Shirts selbst bedrucken.
Welches T-Shirt passt zu welchem Druckverfahren?
Das Verfahren bestimmt, welcher Rohling sinnvoll ist, nicht umgekehrt.
- DTG: 100 % Baumwolle mit dichter, glatter Oberfläche. Melierte Farben (Heather) enthalten Polyester und nehmen die Tinte schlechter an.
- DTF und Plotterfolie: Hier bist du flexibel, Baumwolle, Polyester und Mischgewebe funktionieren. Wichtig ist eine glatte Druckfläche. Klassische Fruit of the Loom T-Shirts sind schlauchgestrickt, haben also keine Seitennähte, die beim Pressen stören.
- Siebdruck: Robuste Baumwollshirts, etwa Fruit of the Loom Valueweight (ca. 165 g/m²) oder Heavy Cotton (ca. 195 g/m²), Gildan Heavy Cotton (ca. 180 g/m²) oder Stanley/Stella Creator 2.0 aus Bio-Baumwolle.
- Sublimation: Nur spezielle Polyester-Shirts in Weiß oder hellen Farben. Baumwollshirts, auch die von Marmalade Co., sind dafür nicht geeignet.
- Stickerei: Fester Stoff, der sich unter dem Stich nicht zusammenzieht, also Poloshirts, Sweatshirts und Hoodies. Ein Classic Hooded Sweat von Fruit of the Loom hat zum Beispiel 280 g/m².
Welches Gewicht für welchen Zweck passt, erklären wir im Artikel zum Stoffgewicht. Shops und Preise im Überblick findest du unter Rohlinge kaufen.
Wie lange hält der Druck und wie wäschst du richtig?
Siebdruck, Sublimation und Stickerei gelten als die langlebigsten Verfahren. DTF und Flexfolie halten bei richtiger Verarbeitung ebenfalls viele Wäschen, DTG ist etwas empfindlicher. Den größten Unterschied macht aber die Pflege:
- Nach dem Drucken oder Pressen ca. 24 Stunden bis zur ersten Wäsche warten.
- Auf links drehen und bei 30 bis 40 °C waschen.
- Keinen Weichspüler verwenden und den Trockner meiden.
- Nie direkt auf dem Druck bügeln, nur von links.
Noch ein Tipp: Shirts aus 100 % Baumwolle können bei einer heißen ersten Wäsche um ein paar Prozent einlaufen. Wer kühl wäscht, schont Stoff und Motiv.
Du brauchst T-Shirts, Polos oder Hoodies als Rohlinge? Marmalade Co. liefert per DHL in ca. 2 bis 3 Werktagen nach Deutschland, Versand 7 € pro Bestellung.
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